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Erklärung
der Revolutionären Organisation 17. November
zu
dem Zwischenfall auf der Louisa Riankour Strasse am
27. März 1992
Angesichts
der neuen Aufzählung von Lügen, komischen und sich widersprechenden
Szenarios, die die Polizei über ihre Journalisten verbreiteten
ließ, sind wir nun gezwungen die Dinge zu erklären und zu enthüllen,
wie sie wirklich passierten. Es geht um die von der Polizei selbst
gepflegte Konfusion über die Ereignisse seit sie den Revolver
entdeckten, die Ereignisse vom Freitagmorgen - 27.3.- in der Riankour
Strasse und das lächerliche Theater, das sie selbst von montags,
- 30.3. bis freitags, -3.4. - aufführten, um ihre Unfähigkeit
zu verbergen und die Verschwendung von Billionen zu rechtfertigen.
Die
Polizei wurde nicht durch einen ihrer Informanten in oder nahe
an unserer Organisation informiert, wie sie nicht müde wird, zu
behaupten, wie jeder, der das nachfolgende liest erkennen wird.
Wir
waren nicht nur am Freitag, den 27.3. in der Riancour Strasse
sondern auch am Dienstag, den 24.3. und am Donnerstag, den 26.März.
Ein Nachbar, 60 jährig, - vielleicht ein ehemaliger Bulle, der
zwischen dem OTE-Gebäude (Telefongesellschaft), einem Cafe, einem
Laden und der gegenüberliegenden Taverne hin und her spazierte,
beobachtet uns. er beäugte unsere Bewegungen misstrauisch und
sah uns den Lkw besteigen und am nächsten Tag wiederkommen, hielt
uns für Diebe und benachrichtigte die Polizei. Die Polizei entschloss
sich, die "Mavrouleas"-Einheit am nächsten Tag vorbei zu schicken,
um herauszufinden, was passierte, da sie zu diesem Zeitpunkt nicht
wussten, um wen es sich handelte.
Das
lässt sich durch die folgenden triftigen Fakten belegen:
-
Die Mavrouleas-Einheit bestand aus 3 Bullen in einem Fiat, der
an der Ecke Laskaridou / Riankour parkte und einem weiteren, der
sich als Arbeiter auf der anderen Straßenseite aufhielt. Bemerkenswert
ist die Tatsache, dass die Bullen in ihrem Fahrzeug Kaffee aus
Plastiktassen tranken! Sollte so ein Hinterhalt aussehen? Sobald
sie unseren Lkw sahen, notierten sie die Nummer und begaben sich
zum Kiosk gegenüber um mit der Zentrale zu telefonieren, um rauszukriegen,
ob der wagen gestohlen sei. das bedeutet, dass sie das vorher
noch nicht wussten.
-
Sobald sie unseren Lkw verloren hatten, benachrichtigten sie die
Zentrale. Diese wiederum benachrichtigte über eine gemeinsame
Frequenz alle PKW- und Motorrad-Patrouillen über das Kennzeichen,
dass die Sache "von Interesse" sei und dass Vorsicht geboten sei,
wegen der 3 Insassen. Tatsächlich waren wir 5 bewaffnete Männer.
Ein Vorgehen, das sicherlich nicht so gewesen wäre, wenn sie gewusst
hätten, um wen es sich handelte. Sie hätten Funkstille bewahrt
bzw. sichere Spezialfrequenzen benutzt, um das Mithören durch
dritte zu verhindern, so wie sie es am Montag, den 30.3. taten
, als sie den "Hinterhalt" platzierten.
-
Während unserer ganzen Fahrt längs Riancour- und Lampsa-Straße
gab es kein Polizeiauto, das uns blockiert hat, wie es bei einem
"Hinterhalt" nötig gewesen wäre.
-
Der Hinterhalt, wenn diese Räuber und Gendarm-Posse so bezeichnet
werden kann, begann tatsächlich Montag, den 30.3., als sie den
Revolver entdeckten und ihre Riesenblödheit realisierten. Der
Hinterhalt wurde nicht aufgebaut, um uns zu fangen, sondern aus
anderen Gründen. Es ging darum, ihre Uneffektivität zu verbergen,
ihre Märchen mit falschen Tatsachen zu verbreiten, um von ihrer
Panik abzulenken, da sie von unseren Plänen nichts wussten und
weiterhin um ihre eigene Version mit angeblichen Fakten, Filmen
und angeblichen Fotos ins Spiel zu bringen.
Am
27. März passierte folgendes:
Sobald
wir ankamen und parkten sahen wir sie, wir wurden sofort observiert
und beschlossen abzuhauen. Die Bullen, nur die drei im Fiat, folgten
uns in einiger Entfernung und wagten nicht, sich uns zu nähern.
Es scheint, als hätte Mavrouleas innerhalb weniger Minuten begonnen
sich darüber zu wundern, was eigentlich passierte und zog den
Fiat ab. So gesehen handelte er sehr korrekt und cool und verhinderte
damit ein sinnloses und für sie fatales Blutvergießen.
Tatsächlich
hatten die im Fiat keine Chance. Sie hätten nicht einmal zwei
Schüsse abgeben können, da zwei unseres Kommandos, die hinten
im Wagen saßen, mit automatischen Waffen auf sie zielten und bei
der kleinsten Bewegung gefeuert hätten, insgesamt waren wir zu
fünft mit einem Haufen Waffen. Es scheint fast so, als hätten
die Bullen dies erkannt und wären bewegungslos geblieben. Übrigens
auch dies eine Bestätigung dessen, was wir an anderer Stelle mehrfach
gesagt haben: wenn die Bullen nicht auf uns schießen, schießen
wir nicht auf sie. Wenn die Bullen die Waffen ziehen, schießen
wir ohne zu zögern.
In
den nächsten zwei Tagen - Samstag und Sonntag - taten die Bullen
am fraglichen Ort absolut nichts; belastet wie sie waren mit der
Bürde den Staat zu beschützen.
Zwischenzeitlich
entdeckten sie den Revolver. Es sei uns erlaubt an dieser Stelle,
nicht darauf einzugehen, warum er zurückgelassen wurde.
Allerdings zeigt die Tatsache dass er zurückblieb schon
das Ausmaß unserer Bewaffnung. Sie entschlossen sich - aus oben
genannten Gründen - ihren Hinterhalt am 30.3. aufzubauen, mit
anderen Worten: 3 tage nach dem eigentlichen Zwischenfall. Dutzende
Fahrzeuge wurden eingesetzt, Audis, BMW, Fiats, Toyotas, Renaults
und Alpha Romeos, dutzende Bullen, Motorradbullen wurden aufgefahren,
so dass die gesamte Nachbarschaft ihre Aktivitäten wahrnehmen
konnte. Zusätzlich - in ihrer Panik, weder über das Ziel noch
den exakten Ort eines Anschlags Bescheid zu wissen - observierten
sie den Ampelbereich Panormou / Kiffissia mit etlichen Fahrzeugen,
die sie am Gehweg an der Ecke parkten, u.a. einem schwarzen Suzuki
Swift mit 2 verdächtigen Typen, die alle Nummern der haltenden
Fahrzeuge notierten. Die gesammelten Informationen liefen beim
Einsatzleiter Yiorgos zusammen, der in einem Alpha Romeo herumfuhr.
Selbstverständlich
ist es unnötig zu betonen, dass ungeachtet der Tatsache, dass
die Operette der Katharsis auch den letzten Griechen von der Käuflichkeit
und Bestechlichkeit der Richter überzeugt hat und die Bullen glaubten,
ein Richter wäre unser Ziel gewesen: unglücklicherweise für sie
war es nicht so. Die Konsequenz ist, dass alle Versuche, unsere
Organisation mit Geschichten über Informanten zu verwirren, sinnlos
waren.
Der
Schluss ist klar und einfach. Als sie einmal ihren Riesenfehler
erkannt hatten, glaubten sie mit einer neuen erfundenen Geschichte
noch soviel wie möglich aus diesem Fehler herausschlagen zu können.
Hier tauchen selbstverständlich unsere Freunde, die Amerikaner
auf. Es ist wohlbekannt, dass seit einiger Zeit amerikanische
Experten des FBI Daten bearbeiten, von alten Fällen die keine
Verbindung zum 17. November haben. Unter der Führung der Amerikaner
ist man der Meinung, dass jeder, der aufgrund dieser alten Datenbasis
verhaftet wird, sich überwältigenden Beweisen gegenüber sieht.
Dass man von den Bullen der Riankour Strasse wieder erkannt wird,
z.b. dass man die Fingerabdrücke auf dem Pick-up-LKW finden kann
und nicht in irgendeinem alten Versteck und vor allen Dingen,
dass man photographiert wurde. So werden neue Provokationen vorbereitet.
Das ist möglicherweise der Hauptgrund für den vorgeblichen Hinterhalt
in der Riankour Strasse nach dem Feiertag und warum die Polizei
es heute über ihre Journalisten-Agenten aufdeckt, obwohl das Ministerium
von undichten Stellen faselt.
Unnötig
ist es weiterhin zu sagen, dass, so wie es am 27.3. keinen Hinterhalt
gab, es auch keine Kamera gab. Weil, wenn tatsächlich irgendjemand
fotografiert worden wäre, wenn irgendjemand Fingerabdrücke hinterlassen
hätte, die adleräugigen Kumpels des US-Geheimdienstes ihn in 40
Tagen ausgespäht und verhaftet
hätten, besonders, da sie nun wissen, dass wir einen Anschlag
vorbereiten. Es ist kristallklar, warum sie soviel Zeit brauchen.
Die alte Datenbasis korrespondiert irgendwie mit der Beschreibung
von denen, die in der Riankour Strasse waren.
Zuletzt
wollen wir hinzufügen, dass die Übergabe von Daten aller Griechen
an die Amerikaner vom FBI und CIA durch den Premier Mitsotakis
und Minister Anagnostopoulos einen Akt extremer Abwertung der
griechischen Nation darstellt der Hochverrat gleichkommt, ein
Verhalten zu dem kein Politiker oder Journalist bisher ein Wort
gesagt hat.
Athen, 8.Mai 1992
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