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in Athen 2006


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Heute übernehmen wir die Verantwortung für die Hinrichtung des Staatsanwaltes G. Thefanopolou.

Die Hinrichtung was für ihn das traurige Ende einer noch traurigeren und schädlichen Lebensbestimmung, die er selbst getroffen hat und so sich auch für sein Ende entschied. Es war keine x-beliebiger Staatsanwalt. Gedeckt durch die Sicherheit, die ihm der Schutz der Polizeirevolver und die Gesetze gewähren, wurde er in einem solchen Maße dreist und überheblich, dass er auch Abscheu in einem Teil des Justizapparates hervorgerufen hat. Er war ein Söldner, der nicht zögerte, andere Menschen mit absoluter Kälte ins Gefängnis, unter die Folter und sogar in den Tod zu schicken. Er hat sich das Recht herausgenommen, über Leben und Schicksal anderer Menschen zu entscheiden, ein Recht, das wir ihm heute geraubt haben. Er forderte und nahm die Urteile im Namen des öffentlichen Interesses und versuchte so, davon zu überzeugen, dass die Interessen aller identisch seien mit denen der Arbeitgeber und des Staates, dem dieser Elende diente. Er hat sich auf das öffentliche Interesse befugen, um auf diese Weise die gesellschaftliche Zustimmung zu erhalten für die Verbrechen, die er täglich verübte - auf Kosten der Freiheit und der Menschenwürde, immer "im Namen der Gerechtigkeit", dieser "Gerechtigkeit" aŽ la Tsatsos und Ghionakis. (1).

Ihr alle, Bullen, Richter, Zeitungen, Parteien und Minister, werdet morgen schreien, dass die Demokratie ins Wanken gerät, die Terroristen vernichtet werden müssen, die Spitzel ihre Arbeit nicht gut genug machen und dass die gesellschaftliche Ruhe gestört ist.

Zu all dem erklären wir: Wir nahmen auf die Demokratie von MAT und MEA (2), die foltert, einsperrt und mordet, keine Rücksicht. Die ohne Hemmung die Kämpfe von Arbeitern, Jugendlichen und Gefangenen niederschlägt, Gefangene und (wehrpflichtige) Soldaten durch "Selbstmord" umbringt, auf Demonstranten schießt.

Wir werden auch nicht auf die gesellschaftliche Ruhe Rücksicht nehmen, die sowie so nie bestand. Wir werden uns nicht an sie halten, weil wir an dem Krieg teilnehmen wollen, der euren Schlaf in einen Alptraum verwandeln wird,

Außerhalb der Gesetze und gegen die Gesetze der Unternehmer und des Staates. Wir werden unser Schicksal und unsere Leben in die eigenen Hände nehmen

Athen, März 1985

Organisation Kampf dem Staat

Anm.: 1) Die gegen den einflussreichen bürgerlichen Politiker Tsatsos erhobenen Korruptionsvorwürfe wurden nicht von der Justiz verfolgt.

Der bekannte Schauspieler und Komiker Ghionakis wurde nicht inhaftiert, nachdem er seine Frau umgebracht hatte, ganz offensichtlich wegen seiner guten Verbindungen zu konservativen Politikern.

2)MAT und MEA sind griechische Polizeisondereineinheiten ähnlich dem SEK

Quelle: Libertad Archiv